Die Vorgaben für Abtrennungen im Kundenbereich in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzrichtlinie wurden ein wenig präzisiert

Abtrennungen im Kundenbereich nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel wurde überarbeitet. Die Vorgaben für die Abtrennungen zwischen Beschäftigten und Kundenbereich wurden präzisiert.

Trennwände als Infektionsschutz

Eine Möglichkeit, mögliche Infektionen mit dem Corona-Virus zu vermeiden sind Abtrennungen. Diese Trennwände kann der Arbeitgeber aufstellen lassen, wenn aus betriebstechnischen Gründen die Abstandsregel von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann und wenn zur Arbeitsausführung nicht nur „Kurzzeitkontakte“ der Beschäftigten notwendig sind (vgl. SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel 4.21 Arbeitsplatzgestaltung Abs. 2). Das ist meistens an Kassen in Supermärkten, an Schaltern oder in Unternehmen an der Materialausgabe der Fall.

Unterschiedliche Mindesthöhen der Abtrennungen nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Nach der Neufassung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel darf der obere Rand der Abtrennung folgende Mindesthöhe über dem Fußboden nicht unterschreiten.

  • 1,50 m zwischen sitzenden Personen
  • 1,80 m zwischen sitzenden und gegenüberstehenden Personen (zum Beispiel Kunden)
  • 2,00 m zwischen stehenden Personen.

Bemessung der Breite und Tiefe der Abtrennung nach SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2-Arbeisschutzregel macht auch zur Bemessung der Breite und Tiefe der Abtrennung eine Vorgabe. Bei ihrer Dimensionierung muss die Bewegungsfläche der Beschäftigten berücksichtigt werden. Diese soll links und rechts um einen Sicherheitsaufschlag von 30 cm erweitert werden.

Öffnungen in der Abtrennung

Die Abtrennung kann – falls nötig – Öffnungen außerhalb des Atembereichs bekommen (zum Beispiel zum Bezahlen bzw. zum Bedienen des Kartenlesegerätes, gegebenenfalls auch zur Warenausgabe).

Reinigung der Abtrennung

Beide Seiten der Abtrennungen müssen arbeitstäglich gereinigt werden. Das kann mit einem mit einem handelsüblichen Reinigungsmittel erfolgen.

Rechtscharakter der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel macht konkrete Anforderungen an den Arbeitsschutz. Bei Einhaltung der Vorgaben der SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel kann der Arbeitgeber davon ausgehen, dass er sich rechtskonform verhält. Wählt der Arbeitgeber eine andere Lösung, muss er damit mindestens die gleiche Sicherheit und den gleichen Gesundheitsschutz für die Beschäftigten erreichen.

Andere Lösungen können bei abweichenden Rechtsvorschriften der Länder zum Schutz der Beschäftigten vorrangig in Betracht kommen.

Gleichwertige oder strengere Regeln, z. B. aus der Biostoffverordnung oder aus dem Bereich des Infektionsschutzes, müssen jedoch weiterhin beachtet werden.

Gültigkeit der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Die SARS-CoV-2 Arbeitsschutzregel gilt für den Zeitraum der “epidemischen Lage von nationaler Tragweite” gemäß § 5 Infektionsschutzgesetz (IfSG). Somit ist die Arbeitsschutzregel solange in Kraft, bis der Bundestag diese Lage wieder aufhebt. Am 25. März 2020 hatte der Bundestag die “epidemische Lage von nationaler Tragweite” festgestellt. 

Download

Die überarbeitete SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel können Sie hier herunterladen.

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